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Greta Silver: Ein guter Freund…

Von |2019-05-16T11:41:24+02:0016. Mai 2019|Allgemein|0 Kommentare

… das ist das Beste auf der Welt. Das wusste schließlich schon Heinz Rühmann. Aber wissen wir auch heute noch, was das wirklich bedeutet? Meins-Bloggerin Greta Silver geht der Sache auf den Grund.

Einen Freund haben, ein Freund sein – welch ein Geschenk! Schon als Kind machte es uns ungemein stark. Wir nehmen es mit dem Rest der Welt auf, machen Quatschkram und lachen uns schlapp, wenn’s geklappt hat. Oder lecken gemeinsam die Wunden, wenn’s aufgeflogen ist und die Strafe folgt. Und wie wunderbar, wenn wir diese Erinnerungen und die Freundschaft in das Erwachse­nenalter herüberretten.

Einer guten Freundin müssen wir nichts vormachen

Eine gute Freundin freut sich mit mir und hört sich geduldig meine Leidensgeschichten an. Sie versteht, wie ich mich fühle, auch wenn sie an der Stelle nicht leiden würde – und das Tollste ist: Sie hält mich deshalb nicht für total übergeschnappt. Sie versteht, dass es verschie­dene Welten gibt – und verschiedene Wahrheiten. Auch wenn die gleiche Situation für sie anders aussieht als für mich, will sie mich nicht von ihrer Sicht der Dinge überzeugen, sondern bringt nur mal vorsich­tig eine andere Sichtweise mit ins Spiel. Jede hat ihre eigene Vorgeschichte, die durch alles hindurchscheint.

Lange habe ich gebraucht, dies zu verste­hen. Ich glaubte oft, es gäbe nur eine Wahrheit, nämlich meine … Was für ein großer Fehler! Eine Freundin weiß, dass mich heute etwas total fertigmacht, die Welt aber morgen wieder anders aussehen kann. Eine Freundin ist da, wenn es brennt, und setzt sich auch unter den schwierigsten Bedingungen für mich ein. Sie ist ein sehr großes Ge­schenk – denn man kann sich absolut vertrauen!

Kennt ihr den Schlüssel für eine gute Freundschaft?

Ja, so eine Freundin möchte man selbst auch sein – denn nur so funktioniert dieses Spiel unter Freunden. Sich selbst zurücknehmen, wenn der andere dran ist, oder auch ganz schnell die Pingpong­bälle zurückschmettern bei Gedankenspielen in luftigen Höhen – wachsam sein, Zwischentöne raushören oder manchmal schon an der Körper­sprache sehen, dass etwas nicht stimmt. Eine Freundschaft kann auch was aushalten. Und wenn sie echt und tief ist, dann ist es auch nicht schlimm, wenn mal eine Zeit lang Funkstille herrscht. Oft weiß hinterher niemand mehr, warum eigent­lich Sendepause war. Ja, das ist überhaupt der Schlüssel zum Glück – anknüpfen an das letzte Treffen, an die alten Zeiten, auch wenn viel passiert ist in unserem Leben. Völlig egal.

Nehmt euch ein Herz, ruft sie an, die gute Freundin von damals, und ihr werdet sehen, was alles möglich ist!

Freunde fürs Leben finden – so geht’s!

 

Foto: Lotta Fotografie

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