Dora Heldt über Freundschaften 50Plus

Von |2018-09-05T16:49:19+00:0014. September 2018|Allgemein|0 Kommentare

Diese Bestsellerautorin kann alles schreiben: Lustiges und Ernsthaftes, aber immer aus dem Leben und mit Tiefgang. Dora Heldt, 56, ist eine sympathische Frau. Eine, die man gern zur Freundin hätte. Und um das Thema Freundinnen geht es auch in ihrem neuen Buch, das sie auf dem Harbour Front Festival in Hamburg vorstellt…

MEINS: Liebe Dora Heldt, mögen Sie es, vor Publikum zu lesen?
Dora Heldt: Ich finde Lesungen großartig! Zum einen weil es ein schönes Gefühl ist, vor Leuten zu sitzen, die einem wohlgesonnen sind – zumindest gehe ich davon aus, weil sie sich sonst keine Eintrittskarte gekauft hätten. Zum anderen weil ich die Gespräche mit den Lesern mag, die auch meist keine Scheu haben, Fragen zu stellen.

MEINS: Wie suchen Sie denn die passenden Textstellen aus?
Dora Heldt: Ich hatte vor ein paar Jahren Unterricht bei einem Sprach­coach, einer wunderbaren Frau, die mir das Lesen vor Publikum beigebracht hat. Das Aussuchen der Text­stellen war ein Bestandteil.

MEINS: „Drei Frauen am See“ handelt von Freundschaft. Wie sind Sie auf dieses Thema gekommen?

Dora Heldt: Die Themen ergeben sich irgendwie. Sie haben immer etwas mit meinem Leben zu tun, und es sind meistens Dinge, über die ich sowieso nachdenke. Und über Freundschaft denkt vermutlich jeder irgendwann mal nach.

MEINS: Ihre Protagonistinnen Marie, Alexandra, Friederike und Jule hatten sich im Streit getrennt. Wie viel hält eine Freundschaft, die in der Kindheit geschlossen wurde, aus?

Dora Heldt: Oh, das ist schwer zu beantworten. Es gibt Streitigkeiten, die sich einige Jahre später als nichtig herausstellen. Vertrauensbrüche und Manipulationen sind sicherlich die Grenzüberschreitungen.

MEINS: Nun ist Marie tot, die Freun­dinnen sind 50+. Wie verändert sich Freundschaft mit den Jahren?
Dora Heldt: Wenn es richtige Freund­schaften sind, werden sie tiefer und selbstverständlicher. Man muss sich nicht mehr erklären, man kennt sich und weiß, warum die anderen so ge­worden sind, wie sie heute sind, weil man alle Wege und Entwicklungen begleitet hat.

MEINS: Haben Sie eine beste Freundin?

Dora Heldt: Die eine beste Freundin gibt es eigentlich nicht. Dafür aber einige sehr langjährige und enge Freundinnen, auf die ich mich sehr verlassen kann und die mein Leben oft einfacher und leichter machen.

Hier können wir Dora Heldt live erleben:

Am 2. Oktober 2018, 20 Uhr, liest Dora Heldt im Altonaer Theater, Hamburg, aus ihrem neuen Buch „Drei Frauen am See“ (dtv, 16,90 €).

Interview: Anke Gappel; Foto: Franz Schepers

Auch diese Autoren erleben wir hautnah im Rahmen des Harbour Front Festival:

Jana_Petry Jana_Petry Redaktion MEINS

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